Gesamtschule Alsdorf landesweit als Agendaschule ausgezeichnet
Natürlich freuen wir uns über die Urkunde und die damit verbundene
Anerkennung unserer Arbeit, zeigt sich die verantwortliche Lehrerin Erni
Parschmann über die landesweite Auszeichnung der Alsdorfer Gustav-Heinemann-Gesamtschule
(GHG) als Agenda-21-Schule begeistert, fügt aber sogleich kritisch hinzu:
Vielleicht bemerken nun auch die Verantwortlichen in der Alsdorfer Verwaltung
und Politik endlich unser langjähriges Engagement - und honorieren es.
Die Alsdorfer Gesamtschule wurde landesweit unter den insgesamt 200 teilnehmenden
Schulen erfolgreich als Wettbewerbsgewinnerin ausgezeichnet. Die unabhängige
Jury der Natur- und Umweltschutzakademie des Landes NRW (NUA) zertifizierte
die Schule wegen vielfältiger und langhaltiger Projekte im Themenbereich
des Fairen Handel.
Die Weltkonferenz der Vereinten Nationen
für Umwelt und Entwicklung hatte 1992 in Rio unter Teilnahme von 179
Ländern der Erde das Aktionsprogramm Agenda 21 für nachhaltige
ökonomische Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und ökologische
Tragfähigkeit beschlossen. Bei der Umsetzung dieser Ziele sollte der
Bildung eine zentrale Rolle zukommen. Für die Jahre 2005 bis 2014 haben
die Vereinten Nationen deshalb die Dekade der Bildung für nachhaltige
Entwicklung ausgerufen.
Auf dem Foto: Schülerinnen und Schüler der
5d freuen sich mit der Schulsozialpädagogin Monika Esser (links) und
ihrer Klassenlehrerin Ernie Parschmann (rechts) über die Auszeichnung
Schon lange ist die Alsdorfer Gesamtschule in diesen Themenbereichen aktiv.
Unser Agendacafe gehört mittlerweile zur festen Institution an unserer
Schule, freut sich Monika Esser, Sozialpädagogin und ebenfalls verantwortlich
für den nachhaltigen Schulalltag an der GHG über den Erfolg beim
Landeswettbewerb und ergänzt: Zu allen Pausen ist unser gemütliches
Cafe geöffnet und wird gerne sowohl von Schülern als auch von Lehrern
besucht. Wir verkaufen zu fair gehandelten Preisen Biomilch, Müsli und
Säfte und an die Erwachsenen fair gehandelten Kaffee.
Das Agendacafe wird auch gerne von den Pädagogen der Alsdorfer Gesamtschule
zum Unterricht genutzt, besonders im Fach Gesellschaftslehre. Das Kennenlernen
anderer Kulturen und Gesellschaftsformen erweist sich besonders anschaulich
und nachvollziehbar, berichtet Lehrerin Parschmann von ihren Erfahrungen,
wir haben besondere Unterrichtsmittel wie etwa unsere Gewürzkisten.
Die Kinder lernen hier mit ihrem Kopf und -wenn man so will noch intensiver
- auch mit ihrer Nase Leben und Arbeit in benachteiligten Regionen unserer
Welt kennen und kritisieren. Zugleich stärken wir in einer hoch anschaulichen
und nachdrücklich wirksamen Form die Zukunftskompetenzen von Kindern
und Jugendlichen. Teamfähigkeit, sowie soziale und ökologische
und ökonomische Kompetenzen werden nachhaltig gefördert.
Der regelmäßige persönliche Kontakt und Besuch von Kaffee-
und Bananenbauern aus benachteiligten Regionen - etwa aus Südamerika
- gehört sicherlich zu den Highlights der vielfältigen Lern- und
Bildungsangebote an der Alsdorfer Gesamtschule. Gemeinsam mit den südamerkanischen
Bauern kochen die Kinder in unserer Schulküche ihren Trinkkakao, lobt
auch Schulleiter Volker Klüppel den Erfolg seiner Schule beim Landeswettbewerb
und fügt hinzu: Das starke Engagement von Schülern, Lehrern und
den beteiligten Initiativen ist vorbildlich und aller Ehren wert.
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