Tag der offenen Tür an der Alsdorfer Gesamtschule
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Alsdorf, 28.11.2006

Bildung und Erziehung an der Alsdorfer Gesamtschule

Wie jedes Jahr am ersten Dezemberwochenende präsentierte sich die Alsdorfer Gustav-Heinemann-Gesamtschule mit ihrem Tag der offenen Tür. Schüler- und Lehrerschaft zeigten einen Tag lang ihre Vorstellungen von und vor allem ihre Praxis in Bildung und Erziehung.

Der sogenannte Vorführunterricht - Lehrer und Schüler führen das alltägliche Lehren und Lernen im Beisein von Gästen vor - wurde von interessierten Eltern geradezu überlaufen, so dass wegen Überfüllung von Klassenzimmern nicht allen Gästen die Teilnahme am Unterricht ermöglicht werden konnte.

Die verschiedenen Klassen und Jahrgänge stellten ihre Ergebnisse aus Unterricht und Projektarbeit vor, so etwa der 9. Jahrgang, der im Pädagogischen Zentrum (PZ) die Erfahrungen des dreiwöchigen Betriebspraktikums mit Plakaten illustrierte.
Tag der offenen Tür
Neben dieser berufskundlichen Ausstellung füllten das PZ zahlreiche Infostände, so etwa der Firma Dachser GmbH, der Einstellungsberatung der Polizei, der sozialpädagogischen Beratungsstelle der Caritas, des Berufskollegs Alsdorf, sowie von Förderverein und Schulleitung.

Die Oberstufe zeigte neben Probeunterrichtsstunden in den Jahrgängen 12 und 13 auch diesjährig wieder eine Veranstaltung zur Berufsorientierung von angehenden Abiturienten und Schülern mit Fachabitur - das mittlerweile schon traditionelle Erzählcafe.

In diesen sogenannten Erzählcafes bedient sich die Alsdorfer Gesamtschule nun schon seit Jahren erfolgreich einer alten Kulturtechnik, nämlich der des Erzählens. Langjährig berufserfahrene Akademiker sowie Jungakademiker erzählen den Schülerinnen und Schülern der 12. Jahrgangsstufe in einem moderierten Gesprächskreis von ihrem persönlichen beruflichen Werdegang und ihrem eigenen Berufsfindungsprozess. Die Erzähler stehen den Schülern anschließend zu vertiefenden Gesprächen zur Verfügung.

Diesjährig, u. a. neben einer promovierten Biologin und Wissenschaftsmanagerin des Jülicher Forschungszentrums, einem Personalleiter im Versicherungswesen und der Gleichstellungs- und Ausbildungsbeauftragten der Stadt Alsdorf, nahm auch ein Ehemaliger als Erzähler teil: Manuel Giffels, 1996 Schüler des ersten Abiturjahrgangs der Alsdorfer Gesamtschule, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen und promovierender Atomphysiker.

Anschaulich erzählte der erfolgreiche Exabiturient von den Klippen seiner eigenen Schul- und Studienzeit, seinem derzeitigen Berufsalltag, mit allwöchentlichen weltweiten Videokonferenzen per Internet, Kongressaufenthalten in Helsinki, Hamburg und Genf und seinen hochambitionierten Plänen in Wissenschaft und Forschung, die - so sein sehnlichster Wunsch - ihn nach Genf zum CERN-Forschungsprojekt führen sollen, einem internationalen Forschungszentrum für Teilchenbeschleunigung.

Eindringlich mahnten die Erzähler die Schüler an ihrer Kommunikationskompetenz vor allem im schriftsprachlichen Bereich zu arbeiten. Nicht nur gute Zeugnisnoten entscheiden über den späteren Berufserfolg, das sei nur die Vorraussetzung, später komme es in allen Berufsfeldern zunehmend auf schriftsprachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten an, nicht nur in der Muttersprache, sondern auch in Englisch.

Für das Schulamt der Stadt Alsdorf konnte Schulleiter Volker Klüppel als Gäste Anke Libber begrüßen, sowie den Baudezernenten Harald Richter.

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