"Wenn alle am gleichen Strang ziehen, lässt sich am meisten erreichen"
Schon allein die räumliche Nähe hat immer wieder zu Berührungspunkten geführt. Schüler, die Tag für Tag an der Haltestelle vor der Beratungsstelle in der Schaufenberger Straße 72a auf ihren Schulbus warten, haben über die Jahre hinweg immer wieder mal " und nicht nur als Klingelmännchen " ihren ganzen Mut zusammengenommen, haben geklingelt und sich in eigener Sache an die Beratungsstelle gewandt.
Kooperation mit Tradition
Auch die Eltern nehmen auf Empfehlung von Lehrern der Gesamtschule den Kontakt zur Beratungsstelle auf. Über die Jahre hinweg waren ebenso die Lehrer stets bereit, sich bei schulischen Problemen ihrer Schüler in die Eltern- und Familienberatung durch die Fachkräfte der Beratungsstelle einbinden zu lassen. In verschiedenen innerschulischen Gremien und Arbeitskreisen besteht die Kooperation bereits.Schwellenängste abbauen
Ich bin doch nicht bekloppt - eine Abwehrreaktion vieler Schüler und Eltern, die die professionelle Beratung von Psychologen und Sozialarbeitern spontan ablehnen und damit aber bereits ein Stück weit ihre eigene Hilflosigkeit signalisieren. Um derartige Schwellenängste zu minimieren bietet die Beratungsstelle bereits seit zwei Jahren in der Gesamtschule regelmäßig spezielle Elternabende an, z. B. zum Thema "Kinder in der Pubertät".Auch am Tag der offenen Tür (alljährlich am ersten Samstag im Dezember) und bei den Elternsprechtagen sind die Berater der Caritas in der Schule präsent, um die Kontaktaufnahme zu erleichtern, die Wege kurz zu halten.
Foto der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Dienstzimmer des Schulleiters; v.l.n.r. (unten), Alice Neudecker, Vorsitzende der Elternpflegschaft, Volker Klüppel, Schulleiter, Claus-Ulrich Lamberty,
Leiter der Caritas-Beratungsstelle, Monika Esser, Sozialpädagogin der Schule (oben) Herbert Großmann, Abteilungsleiter 5-7, Marcel Jäger, Schülersprecher und Klaus Fischer, Abteilungsleiter 8-10.
"Als Schule im Ganztagsbetrieb wird die Gesamtschule verstärkt zum Sozialisationsort", beschreibt Claus-Ulrich Lamberty, Leiter der Alsdorfer Caritas-Beratungsstelle, die zunehmende Verzahnung von Schule und Familie. Monika Esser, Sozialpädagogin der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, betont: "Der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern kommt damit eine besondere Bedeutung zu. Die Erziehungsberatung kann hier in vielfältiger Weise beide Seiten unterstützen. Besser gesagt: Wenn alle an einem Strang ziehen, jeder nach seinen speziellen Möglichkeiten, lässt sich am meisten erreichen."
"Wir sind froh, unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle nun auch in einem Kooperationsvertrag festzuhalten, um unsere gemeinsamen Ziele auf einer verlässlichen und effizienten Basis zum Wohle unserer Schüler zu vereinbaren", freut sich Schulleiter Volker Klüppel gemeinsam mit der Schulpflegschaftsvorsitzenden Alice Neudecker und dem Schülersprecher Marcel Jäger. (Kontakt: Katholische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Schaufenberger Straße 72 a, 52477 Alsdorf, Tel. 02404/26088, homepage : www.Beratung-Caritas-AC.de)
