Durchhaltevermögen um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen
Gesamtschule Alsdorf verabschiedet 167 Schülerinnen und Schüler
Endlich geschafft, das Zeugnis in der Tasche lässt sich das Leben entspannt genießen. In einer bewegenden Feierstunde im Pädagogischen Zentrum der Alsdorfer Gustav-Heinemann-Gesamtschule wurden 167 Schülerinnen und Schüler ihr lang ersehntes und oftmals hart erarbeitetes Abschlusszeugnis überreicht. Die Schulbands stellten ihr Können unter Beweis, spanische Flamencoklänge ließen Partystimmung aufkommen.
Schulleiter Volker Klüppel gratulierte den Schülerinnen und Schülern: Wir entlassen euch mit Stolz, weil ihr euren Abschluss geschafft habt und mit ein wenig Wehmut, weil man als Lehrerin oder Lehrer im Laufe der Jahre auch Gefühle investiert hat und dieser Abschluss zugleich ein Abschied ist. Doch Schulleiter Klüppel lässt den Jahrgang nicht ziehen, ohne nach alter Tradition noch einige Stilblüten vorzutragen, die aus Aufsätzen stammen, die die Schüler verfassen mussten, weil sie gegen Schulregeln verstoßen hatten. Dabei kommentierte Klüppel genüsslich die meist unfreiwilligen Blüten: Eine Schülerin versuchte mir im März 2004 klar zu machen, dass ihr Verhalten nicht ausschließlich schlecht war. Sie schrieb: Es gibt aber auch Tage, da müssen Sie mir zustimmen, dass ich sehr lieb war. Dann bestärkt die Schülerin mich darin, Sonderaufgaben zu erteilen: Am meisten lerne ich durch Aufsätze schreiben. Eine Schülerin schrieb im Juli 2004 nach einem Patzer: Dann ist mir aus Versehen der Satz `Gehen Sie mal auf Seite` entgangen. Aber das ist mir freundlich rausgerutscht !! Ich werde an meinem Verhalten arbeiten. So etwas geht natürlich nur allmählich, wie sie im nächsten Satz belegt: Es tut mir ja auch schon etwas (!)Leid. Ein letzter Beitrag eines Schülers, der das Folgende schrieb,als er im 6. Schuljahr war. Er hatte Streit mit einem Mitschüler gehabt und ihn geschlagen. Seine Zeilen haben mich nachdenklich gemacht. Der Schüler schrieb: Heute Nachmittag habe ich mir die ganze Sache noch einmal durchden Kopf gehen lassen. Ich weiß natürlich, dass man niemanden schlagen darf, auch wenn man noch so wütend ist. Es tut weh und man sollte keinem Menschen durch Schläge oder andere schlimme Dinge verletzen.Manchmal tut man Sachen, ohne zu überlegen. Es tut mir Leid und ich werde mich morgen bei meinem Mitschüler nochmals entschuldigen. Diese Einstellung wünsche ich mir von euch allen, schließt Schulleiter Klüppel seine Rede und mahnt milde: Denkt ab und zu nach, ob das, was ihr getan oder gesagt habt, richtig war, ob es verletzt hat, ob ihr auf die andere oder den anderen noch einmal zugeht. Im Namen der Lehrerschaft dankt Schulleiter Klüppel auch den Eltern, die die Schule in den vergangenen Jahren aktiv bei Arbeitsgemeinschaften, Schulfesten und durch Spenden unterstützt haben.
Auch Klaus Fischer, Abteilungsleiter und Klassenlehrer der 10d, verabschiedet sich herzlich und mit einem Augenzwinkern von seinem Jahrgang: Mir fällt der Abschied nicht leicht, weil ich zu euch ein gutes Verhältnis hatte, das durch gemeinsame Klassenfahrten und Unterricht vertieft wurde. Ich freue mich, dass auch ihr mir eure Zuneigung gezeigt habt, als ihr mir mit viel Liebe und Sorgfalt mein Auto mit Klopapier verpackt hattet. Euch allen wünsche ich für die Zukunft Glück, Durchhaltevermögen und Gesundheit, damit ihr die Ziele erreicht, die ihr euch gesteckt habt.
Als Jahrgangsbeste ehrte Klaus Fischer gemeinsam mit der Vorsitzendendes Fördervereins Brigitte Richter mit Buchpreisen:
Simon Wehner (10a),Nadine Loske (10b), Abibuleih Bayo (10c), Eric Laumen (10d), Björn Mennicken(10e) und Mona Lisa Hagemann (10f).
