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Aus dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz,Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Stand:02.05.2005
Rund 500 Schülerinnen und Schüler aus dem Regierungsbezirk Köln haben heute im Forschungszentrum Jülich Auszeichnungen für beispielhafte Agenda 21-Projekte in ihren 20 Schulen erhalten. Umweltministerin Bärbel Höhn gratulierte den engagierten Schülerinnen und Schülern und überreichte ihnen Agenda-Zertifikate.

Bärbel HöhnUmweltministerin Bärbel Höhn: "Ich freue mich sehr, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler so stark engagiert haben. Selbstständig und mit viel Verantwortung haben sie über die Grenzen ihrer eigenen Schule geblickt. Sie haben Agenda-Cafes mit fair gehandelten Produkten eröffnet, Schulgelände gestaltet, Forschergruppen gegründet, sich intensiv mit dem Lebensraum Stadt auseinandergesetzt und sogar mit Schulen in anderen Ländern zusammen gearbeitet. Nicht nur ökologische Themen standen im Vordergrund, auch soziale Themen wie der Umgang mit anderen Kulturen oder Streitschlichtung ."
Mit ihren gelungenen Projekten haben die Schülerinnen und Schüler in den letzten zwei Jahren ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der Globalisierung praxisnah umgesetzt. Von der Grundschule bis zur berufsbildenden Schule wurden Ideen nach dem Motto "Weltweite Zusammenhänge erkennen - lokal handeln" entwickelt, Pläne geschmiedet sowie Projekte und Aktionen durchgeführt, die sich dauerhaft auf den Schulalltag auswirken. Unter anderem haben die engagierten Schulen Energie gespart und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen thematisiert, über Abholzung in Regenwäldern informiert, Verbesserungsvorschläge zur Mülltrennung erarbeitet, gesunde Ernährung angeboten und fair gehandelt. Insgesamt haben sich in Nordrhein-Westfalen bereits über 250 Schulen in 35 Kreisen und kreisfreien Städten an der Kampagne der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW beteiligt, 220 davon wurden und werden in den nächsten Wochen ausgezeichnet. Im Regierungsbezirk Köln wurden z. B. folgende Projekte durchgeführt:

  • In der Gemeinschaftsgrundschule Nideggen hat eine Forschergruppe eine Fläche im Naturschulgarten, die sich selbst überlassenen ist, beobachtet und dokumentiert.
  • Die Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg hat die Themen „Begegnung mit anderen Kulturen", "Lebensgrundlage Wasser", "Lebensraum Stadt", "Artenvielfalt, Arbeitsgesellschaft und Globalisierung" in den Vordergrund ihrer Aktivitäten gestellt.
  • Die Friedrich-Ebert-Realschule in Hürth setzte ihre Schwerpunkte auf den Umgang mit Ressourcen (Verkauf von umweltfreundlichen Schulmaterialien, Energieeinsparungen) und hat aktiv in der Lokalen Agenda 21 in Hürth mitgearbeitet.
  • Die Gustav-Heinemann Gesamtschule in Alsdorf hat sich ganz dem Fairen Handel gewidmet, ein Agenda-Cafe gegründet und Infoveranstaltungen durchgeführt.
  • Das Lessing-Gymnasium in Köln hat die Schulgemeinschaft mobilisiert, mehr Energie einzusparen und Müll zu reduzieren.
Das Umweltministerium und das Schulministerium haben für diese Kampagne ihre Unterstützungsleistungen für die Schulen zusammengeführt. Die Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes (NUA) in Recklinghausen koordiniert landesweit die Aktivitäten der Schulen und hilft, wenn es darum geht, geeignete Kooperationspartner zu finden oder Netzwerke zu bilden. Vor Ort kooperieren die Schulen mit Schulämtern, Agenda-Büros, mit Vereinen, anderen Organisationen und Firmen. Darüber hinaus sorgt das Landesinstitut für Schule in Soest für die Qualifizierung aller Beteiligten, auch über Fortbildung im Internet. Die Veranstaltung in Jülich haben NUA und die Bezirksregierung Köln gemeinsam organisiert.

Neue Bewerbungen bis 30. September 2005

Die Natur- und Umweltschutz-Akademie wird in der zweiten Maiwoche allen Schulen die Ausschreibungsunterlagen für die kommenden beiden Schuljahre zuschicken. Alle interessierten Schulen und Schulformen in NRW können sich bis zum 30. September 2005 anmelden. Die Projekte können über einen Zeitraum von rund 18 Monaten durchgeführt werden. Erstmals können auch Kindertagesstätten und Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit teilnehmen. Unter www.agenda21schulen.nrw.de sind weitere Informationen zur Kampagne und die neuen Ausschreibungsunterlagen für die nächste Wettbewerbsphase von 2005 bis 2007 verfügbar.

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