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Wölfe, Eskimos und die Abenteuer eines dreizehnjährigen Mädchens
Alsdorfer Gesamtschüler präsentieren ihr zweites Buch
Am besten gefallen hat mir die gute Zusammenarbeit der ganzen Klasse. Jeder im Team hat das gemacht, was er am besten kann“, fasst Bianca Engels aus der 8f an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf die Arbeit ihrer Mitschüler am bereits zweiten Buchprojekt zusammen und fügt schnippisch hinzu: „Wir haben unter anderem gelernt, dass man in der Tundra auch ohne Aldi durchaus überleben kann.“
„Das
vorliegende Buch entstand während der Lektüre des Buches
`Julie von den Wölfen´ von Jean Craighead George. Unsere
Beiträge sind im Projektunterricht der Fächer Deutsch und
Gesellschaftslehre entstanden“, heißt es im Vorwort des
über vierzig Seiten starken Werkes und weiter steht dort zu
lesen: „Die Geschichte von Julie, dem dreizehnjährigen
Eskimomädchen, das aus einer nach alten Bräuchen
geschlossenen Kinderehe flüchtet, sich auf den Weg nach San
Francisco macht, in der arktischen Tundra verirrt und nur durch die
Aufnahme in ein Wolfsrudel vor dem Hungertod gerettet wird, weckte
unser Interesse nicht nur an den Abenteuern von Julie im Wolfsrudel,
sondern auch an der Lebensweise der Eskimos, die sich heute mit den
Errungenschaften der „Zivilisation“ auseinandersetzen
müssen. Julie lernt die traditionelle und die moderne Welt der
Eskimos kennen und muss für sich selbst eine Wahl treffen. Auf
der Suche nach einer Antwort auf die Frage, für welche
Kulturform sie sich schließlich entscheidet, haben wir viel
über das Leben der Eskimos und ihrer heutigen Probleme erfahren.
Das Leben von Julie im Wolfsrudel brachte uns dazu, mehr über
Wölfe, die ebenfalls heute bedroht sind, in Erfahrung zu
bringen.“
„In ganz unterschiedlichen Textarten beschäftigten sich die Schüler mit Fiktion und Wirklichkeit von Lektüre und realem Leben von Eskimos und Wölfen“, freut sich Klassenlehrer Ralf Klein über das hohe Engagement seiner Schüler und fügt lobend hinzu: „Es ist schön zu beobachten, wie wissbegierig die Schüler sind, eine ihnen vollkommen fremde Lebenswirklichkeit kennen zu lernen und mit welchem Elan sie bei der Sache waren.“
So entstanden neben Sachtexten zu den Themen „Tier- und Pflanzenwelt in Alaska“ und „Religion und Kunst der Eskimos“ auch Buchillustrationen und Inhaltsangeben zur Lektüre, ebenso wie literarische Charakterisierungen und kreative Texte wie ein alternativer Schluss der Geschichte oder ein fiktives Interview mit Julie.
„Wichtig war uns“, betont die Klassenlehrerin Barbara Cordes, „dass wir unsere Schüler in ihrem eigenverantwortlichen Lernen fördern konnten. Sie mussten selbst recherchieren, z. B. in der Stadtbücherei oder im Internet. Sie erarbeiteten die Texte selbstständig und waren auch für das Layout verantwortlich. Es galt Bilder in Sprache umzusetzen und Sprache in Bilder.“
Nicht genug des Arbeitseifers erstellten die Schüler auch noch einen Flyer zum Thema „Rettet die Wölfe“, den sie in der Alsdorfer Innenstadt verteilten. Auf die Frage, was ihm am besten bei der Projektarbeit gefallen hat, antwortet Pascal Becker, Schüler der 8f, nicht ohne Stolz: „Dass wir ein Team waren, jeder hat etwas dazu beigetragen.“ |
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