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Ein
"Schokostündchen" an der Alsdorfer Gesamtschule
Bolivianischer
Kakaobauer referiert über Fairen Handel
"Respekt,
der Mann weiß zu überzeugen und macht nachdenklich über unser westeuropäisches
Konsumverhalten", meint anerkennend und beeindruckt Stefan Clemens, Schüler der
Jahrgangsstufe 12 an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf. Sein Kompliment
gilt Bernardo Apaza von der Kakaokooperative El Ceibo (Bolivien), der als Gast
der Alsdorfer Gesamtschule ein "Schokostündchen" gab - eine Unterrichtsstunde
allerdings auf spanisch. Eine Herausforderung an die Spanischkurse der
Oberstufe.
Apaza
informiert in der angebotenen Unterrichtsstunde anschaulich und nachvollziehbar
über den naturverträglichen Anbau der Kakaopflanze in Bolivien und die
Weiterverarbeitung zu Schokolade. Sein Anliegen ist klar: er tritt ein für den
Fairen Handel mit Kakao, für nachhaltiges Wirtschaften und Naturschutz. "Unsere
Schokolade ist biologisch zertifiziert" , wirbt Apaza mit dem auch
gesundheitlichen Vorteil seines Produkts gegenüber herkömmlicher Schokolade.
Ein hinsichtlich der besorgniserregenden Entwicklung übergewichtiger Kinder ein
nicht zu vernachlässigendes Argument für den Fairen Handel.
Auch
Schüler des 5. und 7. Jahrgangs wußte Apaza zu überzeugen, hier allerdings
weniger durch seinen ansprechenden Vortrag, unterstützt von der
Entwicklungsreferentin und Übersetzerin Kristina von Stosch vom Aachener
Utropia Projekt. Die Kinder waren eher davon begeistert, dass sie unter
Anleitung in der Schulküche ihre eigene Trinkschokolade aus Rohkakao herstellen
konnten und natürlich auch trinken durften. "Es hat ihnen sichtlich
geschmeckt", meint Organisatorin Ernie Parschmann, an der GHG zuständig für das
Agenda-Cafe, und fügt hinzu: "Eine überzeugendere Werbung für den Fairen Handel
kann es kaum geben."
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