Gebäude der Gustav Heinemann Gesamtschule GHGDie Gustav Heinemann Gesamtschule GHG ist Agendaschule. Die Startseite der Gustav Heinemann Gesamtschule Zu Gustav Heinemanns wirken. Zum Katalog der Gesamtschulen. Zu einer Seite über Alsdorf.
Startseite   Aktuelles   Elterninfos   Erlasse usw.   Forum   Schüler   Kummerkasten   Suche/Änderungen  
Begrenzungslinie

 

Land NRW  
linkbuttonAktuelles
OrdnerElterninfos  
OrdnerErlasse usw.  
linkbuttonSchulleitung  
linkbuttonKollegium  
linkbuttonSchüler  
linkbuttonFachbereiche  
OrdnerVeranstaltungen,
Projekte
  
OrdnerGanztag  
PunktForum  
linkbuttonBerufswahl  
linkbuttonBeratungsteam  
linkbuttonSchulpartnerschaft  
linkbuttonAgenda 21  
PunktTrainingsraum  
linkbuttonIT-Fortbildung  
PunktAlsdorfer Wetter  
linkbuttonAnfahrtsroute  
linkbuttonSitemap  
Bücher
Nachschlagewerke
  
Briefkasten
Impressum
  
  
login  

Unnötig vor allem ist eben der Krieg

Das Ensemble

Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 der Alsdorfer Gesamtschule spielt Aristophanes´ "Lysistrate"

Athen, 411 vor Christus. Lysistrate, Frau eines athenischen Frontsoldaten, in tiefer Unzufriedenheit über die sinnlosen Opfer und das grenzenlose Leid des langen Krieges zwischen Athen und Sparta, will nicht länger darauf warten, dass ihre Männer den Krieg endlich beenden und verbündet Die Frauen sich mit der Spartanerin Lampito. Gemeinsam berufen sie ein Treffen aller Frauen ein, bei dem sie beschließen dem Krieg ein Ende zu setzen. Sie zetteln eine Verschwörung an und überreden die Frauen Griechenlands zu sexueller Verweigerung und Besetzung der Akropolis unter Beschlagnahme der Staatskasse. Der Verdruss der Männer ist entsprechend groß. Aber Lysistrate hält ihre unter der Verweigerung selbst furchtbar leidenden Geschlechtsgenossinnen wacker bei der Stange und erreicht dadurch am Ende zwischen den sexuell entsetzlich ausgehungerten Männern von Athen und Sparta den ersehnten Friedensschluss.

Ratschlag der Frauen

Der antike Komödiendichter Aristophanes geißelt in seiner auch heute noch nach wie vor brandaktuellen Kriegssatire - 60 Jahre nach Kriegsende in unserem Land - Machtgier, Egoismus und Unvernunft in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft und stellt dem mit reichlich Augenzwinkern eine positive Gegenwelt gegenüber: Wie, wenn die Frauen durch Ehestreik die Männer zähmten und so den Krieg für alle Zeiten unmöglich machten ? Wie, wenn wir alle einmal - nach dem cleveren Vorbild der Lysistrate - unseren Verstand gebrauchen würden? Eine entwaffnende Vorstellung!

Hinreißend gespielt von Andrea Mahnke versucht die zickige, selbstbewußte Anführerin aller Frauen, Lysistrate, ihre Mitstreiterinnen stets wieder aufs Neue zu ermutigen, unterstützt von der Chorführerin und Freundin, großartig verkörpert durch Isabel Nehrig. Christina Gilleßen gibt in ihrem beherzten Spiel der Lampito die starke Ausdruckskraft einer echten Spartanerin. Der arme Kinesias, herrlich ironisch und durchaus mit deftigen Gesten von Marco GriemensDas Ensemble gespielt, ist wohl der einzige Mann, der am deutlichsten die Absichten der Frauen zu spüren bekommen muss und er weist einige Probleme auf, damit fertig zu werden. Lisa Nebgen mimt überzeugend Myrhinne, die niedliche kleine Frau des Kinesias, die hin und her gerissen ist zwischen dem Schwur und der Liebe zu ihrem Mann.Die Macht der Liebe Ihr Versuch beidem gerecht zu werden gerät zu einer slapstickartigen Ehekommödie nach Art des Woody Allen, vom Publikum mit schallendem Gelächter und tosendem Szenenapplaus bedacht.

Die schauspielerisch stärkste Leistung des Abends zeigte sicherlich Marc Cianci, zum einen als Chorführer - er versucht seine Leidensgenossen bei der "Stange" zu halten - und zum anderen in der Parabase, einem satirisch-kabarettistischen Zwischenspiel innerhalb der Komödienhandlung.

Cianci wendet sich packend und mit großer Ausdruckskraft direkt an das Publikum und spießt in bester kabarettistischer Manier anspielungsreich die Abgründe des pädagogisch Alltags an einer Schule auf nach dem Prinzip "Ein Wort genügt - und jeder weiß Bescheid (und lacht)".

Da wird die kleinkarierte Lehrerin aufs Korn genommen, deren hysterischer Ausruf "Wir haben noch eine Minute" zum Schluss der Unterrichtsstunde keinen Schüler wirklich mehr vom Hocker reißt, oder der vermeintliche Elitepädagoge, der durch künstlich aufgeblähtes Fachchinesich über mangelnde inhaltliche Substanz hinwegtäuschen will, ebenso wie der Brutalomagister, der die Schule verbal mit einer Strafvollzugsanstalt verwechselt.

Ein Teil des Ensembles So schaun s´e aus.

Was der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 auf die Bühne brachte, war mehr als sehens- und hörenswert: ein brilliantes Theatervergnügen als Ventil und kritische Instanz für die Gemeinschaft.

Technisch aufwendig - Multimediashow, Chorlieder, Beleuchtungseffekte, Kulisse, Kostüme, tänzerische Einlagen etc. - wurde die Inszenierung durch die beiden Lehrer Barbara Cordes und Guido Becker einer modernen Lysistrate mehr als gerecht und mit weit über 400 Zuschauern ein großer Theaterabend an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule.  

Zum kompletten Angebot der GHG kommen Sie hier: Zum kompletten Angebot der Gustav-Heinemann-Gesamtschule kommen Sie hier.            DrucksymbolDruckversion
Startseite   Aktuelles   Elterninfos   Erlasse usw.   Forum   Schüler   Kummerkasten   Suche/Änderungen