Mathematik Workshop 2011


Schulübergreifender Mathematik-Workshop der Gesamtschulen Alsdorf und Eschweiler

Die angehenden Abiturienten der Stufe 13 treffen sich zum samstäglichen AbituraufgabentrainingGruppeneinteilung

Eschweiler, morgens halb zehn in Deutschland

An zwei Märzsamstagen treffen sich Schüler aus zwei Leistungs- und drei Grundkursen, um gemeinsam für das anstehende Zentralabitur im Fach Mathematik zu lernen. workshop2.jpgDiese Treffen wurden als schulübergreifende Zusammenarbeit zwischen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf und der Gesamtschule Eschweiler (Waldschule) von den betreuende Lehrern initiiert und vorbereitet. Diesmal hatten sie sich die Eschweiler Gesamtschule als Tagungsort ausgesucht.

“35 things to know! – Mathe to go”

Wie berechnet man die 2. Ableitung von f ‚(x) nochmal?”, fragt Fabian Casper (20, Gesamtschule Alsdorf) in die Runde. Sofort werden Lösungsansätze diskutiert und dann zum Taschenrechner gegriffen. Die Köpfe rauchen und der Taschenrechner spielt am Mathetag die Hauptrolle.workshop4.jpg

Der Mathetag bietet den anstehenden Abiturienten die Möglichkeit, sich auf die Abiturprüfungen vorzubereiten und vor allem zu lernen. Neben zahlreichen Übungsmaterialien, simulieren die Lehrerinnen und Lehrer mündliche Prüfungen und geben den Schülerinnen und Schüler hilfreiche Denkanstöße.

An der Gesamtschule Eschweiler fand der erste Mathelerntag, in Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrer, um 10 Uhr morgens statt und endete um ca. 16 Uhr. Zu Beginn wurden die müden Alsdorfer und Eschweiler Gesamtschüler von einsatzbereiten Lehrerinnen und Lehrern begrüßt. Der Samstag startete mit einem strukturierten Tagesplan und der Austeilung von Übungsaufgaben. In mehreren Kleingruppen begab man sich in verschiedene Klassenräume, um die Aufgabenblätter zu bearbeiten. Selbstständiges Lernen war angesagt. Statt Kritzeleien entstanden richtige Gleichungssysteme, Funktionen und Lösungsansätze für die Matrizenrechung an der Tafel.

Es wurde über die hinreichende Bedingung für Extremstellen und Wendepunkte debattiert und innerhalb der jeweiligen Gruppen für eine integrative Kooperation und gemeinschaftliche Interaktion gesorgt.workshop3.jpg

Zwischendurch gab es natürlich Pausen. Kaffee und Essen durften als Leistungsverstärker nicht fehlen. Das fand auch Marina Schulze (19, Gesamtschule Alsdorf), die am Mathetag viel motivierter als im regulären Unterricht ist. “Den Mathe-Lerntag empfehle ich jeden, der Mathe im Abi wählen wird. Ich selbst hätte nicht gedacht, dass es etwas bringt, aber ich fühle mich viel sicherer, die Lehrer helfen und vor allem gibt es genügend Materialien auch für zu Hause.”, sagt sie. Das “Mathe-to-go-Angebot” schadet also niemanden.

Carina Fröesch (19) aus Eschweiler sieht sich als einen “hoffnungslosen Fall”, denkt aber trotzdem, dass der Mathe-Lerntag etwas bringt: “Es kommt drauf an, aber eigentlich bringt’s was. Wir mussten die Lehrer holen, schließlich war es eher ein eigenständiges Lernen. Bis jetzt habe ich zwar nichts gelernt, aber die Arbeitsmaterialien sind überraschend gut aufgebaut und die Aufgabenstellungen verständlich. Nur ist das alles an einem Tag nicht zu schaffen.

workshop.jpgDie Atmosphäre ist sehr angenehm oder auch “chillig”, wie es Carina beschreibt: “Besser als einem Schulalltag. Nur viel zuuuu früh!

Mit der Hoffnung “was für Mathe zu tun”, sind auch Aynur Kusak, Sandra Mildrid und Irina Schmidt (Gesamtschule Eschweiler) zum Mathetag erschienen. Sie würden gerne wieder kommen und es weiterempfehlen. “Wir haben alle dasselbe Ziel: Unser Abi zu schaffen. Alle kommen um zu Lernen, das ist das Wichtigste.”, so lautet Aynurs Fazit.

Das Ziel: Abitur.

Der Weg: Selbstdisziplin und Lernen.

Eine gute Stütze dabei ist der Lerntag.

Von Elisabeth Adeyanju Omonga